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Stefan Rochow

Trump wird der 45. US-Präsident

Die Reaktionen auf den Wahlsieg des Republikaner fallen unterschiedlich aus.

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Was noch bis Dienstag niemand für möglich gehalten hat, ist nun Realität: Donald Trump wird der 45. Präsident der USA. Dabei hatten Umfragen seine Herausforderin Hilary Clinton immer weit vorne gesehen. Das Ergebnis spricht aber eine deutlich andere Sprache: Mit 290 Wahlmännern liegt der Kandidat der Republikaner deutlich vor Clinton, die nur 218 Wahlmänner auf sich vereinen kann.

Allgemein hatte man am Mittwoch Morgen den Eindruck, dass die Welt den Atem anhält. Der scheidende US-Präsident, Barack Obama hatte noch in der Wahlnacht versucht, das sich abzeichnende Ergebnis herunterzuspielen. „Natürlich geht auch an diesem Morgen in den USA die Sonne auf“, sagte er in einer Videobotschaft. Ob die Sonne aber tatsächlich etwas ausrichten kann, wenn die Mehrheit der US-Amerikaner sich für einen Kandidaten entschieden hat, von dem man eigentlich nicht so wirklich weiß, wo es nun in Zukunft hingehen soll, bleibt abzuwarten. Die Reaktionen auf das Wahlergebnis fielen zumindest sehr unterschiedlich aus.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sprach von einem „schweren Schock“ im Hinblick auf die Wahl Trumps. Im Hinblick auf die NATO glaubt sie, „dass Donald Trump als Präsident fragen wird, was leistet Ihr im Bündnis. Aber auch wir fragen, wie steht Ihr zum Bündnis?“ Trump wisse, das seine Wahl nicht eine Wahl für ihn gewesen ist, sondern gegen Washington, gegen das Establishment. Weiterlesen

Umfragen sehen Clinton vorn

Washington (DT) Dienstagnacht entscheidet sich, wer als neuer Präsident in das Weiße Haus einzieht: Hillary Clinton oder Donald Trump. Die Katholiken in den USA spielen dabei eine wichtige Rolle. Für die Demoskopen gelten ihre Stimmen als Gradmesser für den Wahlausgang. Das liegt daran, dass Katholiken offenbar einen sicheren Instinkt für den Wahlsieger haben. Seit 1932 stimmten sie in fast allen Wahlen für den Kandidaten, der die Wahl gewonnen hat.

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Das bedeutet nicht, dass das katholischen Stimmverhalten immer eindeutig ist. Es gibt keinen monolithischen katholischen Wählerblock. Die katholischen Stimmen teilen sich fast gleichmäßig zwischen Demokraten und Republikanern auf. Eine parteipolitische Präferenz gibt es nicht.

Katholiken können Wahlen entscheiden, weil sie in den USA rund ein Viertel der gesamten Wählerschaft stellen. Wer bei ihnen starke Wählerabwanderungen riskiert, der kann ernsthafte Probleme bekommen, erst recht in Bundesstaaten mit hohem Katholikenanteil, die sowieso schon für das eine oder andere Lager auf der Kippe stehen. Dazu gehören unter anderem Pennsylvania, Ohio oder Florida. Weiterlesen

Die USA im Wahlkampf: Clinton oder Trump?

Am 8. November sind die Wählerinnen und Wähler in den USA aufgerufen, eine neue Präsidentin oder einen neuen Präsidenten zu wählen.

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Glaubt man den Prognosen des als „Superstar“ unter den Prognostikern in den USA gehandelten Nathaniel «Nate» Silver, dann steht der große Wahlverlierer schon heute fest – Donald Trump. Laut seiner Prognose, liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Wahlsieg für Hillary Clinton bei 80,3 Prozent. In seinem Fivethirtyeight-Modell – eine Anspielung auf die Zahl der Wahlmänner, die den Präsidenten wählen – verarbeitet Silver neben allen möglichen Umfragen auch statistische Daten wie frühere Wahlergebnisse, die Bevölkerungsentwicklung und wirtschaftliche Kennzahlen in allen 50 Bundesstaaten.

Bei den letzten beiden Präsidentschaftswahlen hatte Silver den Ausgang fast auf den Punkt genau vorhergesagt. Seitdem nimmt man seine Einschätzungen ziemlich Ernst.

Wer anhand dieser Prognosen Donald Trump abgeschrieben hat, für den könnte der Wahl-Dienstag im November eine böse Überraschung werden. Weder Clinton, noch Trump sind besonders beliebte Kandidaten. Trump wird von zwei Dritteln der Menschen in den USA abgelehnt und liegt damit vor Hillary Clinton, deren Beliebtheitsskala sich aber auch in Grenzen hält. Weiterlesen

Kolpingwerk Deutschland möchte zurück zur Ausstellung von Beratungsscheinen in der Schwangerschaftsberatung

Auf seiner Bundesversammlung am vergangenen Wochenende in Köln, hat das Kolpingwerk Deutschland ein „Memorandum zum Lebensschutz“ beschlossen. Aus Sicht des katholischen Sozialverbandes, ist die Wahrung der Menschenwürde und der Schutz des Lebens vom ersten bis zum letzten Augenblick, eine der wichtigsten Aufgabe staatlichen Handelns.

 

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„Mit Besorgnis beobachtet das Kolpingwerk Deutschland dennoch ein schwindendes Bewusstsein für den Lebensschutz; das wirkt sich auch auf politische Entscheidungen und den uneingeschränkten Schutz des menschlichen Lebens aus.“, heißt es im Memorandum. Bundesvorsitzender, Thomas Dörflinger, verwies in seiner Begrüßung der etwa 350 Delegierten am vergangenen Freitag darauf, dass das Lebensrecht im Moment an vielen Stellen ausgehöhlt wird.  Als Beispiele verwies er auf den Umstand, dass in Deutschland schon heute Tausende künstlich befruchtete Embryonen eingefroren und, falls nicht mehr benötigt, „verworfen“ werden. Weiter verwies Dörflinger, der auch für die CDU im Bundestag sitzt, dass im Moment durch das Gesundheitswesen geprüft wird, ob ein einfacher Bluttest als Kassenleistung eingeführt wird. Für Dörflinger besteht der einzige Nutzen dieses sogenannten „PraenaTest“ darin, eine mögliche Behinderung des ungeborenen Kindes festzustellen, worauf in 90 Prozent der Fälle ein Schwangerschaftsabbruch erfolgt.

In seinem nun beschlossenen Memorandum, wendet sich das Kolpingwerk Deutschland gegen „jede Form organisierter und kommerzieller Selbsttötungsbeihilfe“. Das Memorandum begrüßt die Entscheidung des Deutschen Bundestages mit seinem „Gesetz zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung“ im November 2015 und sieht darin „ein starkes Zeichen für den Lebensschutz und für ein Sterben in Würde“. Allerdings sei in den Debatten und in entsprechenden Umfragen deutlich geworden, dass es durchaus starke Kräfte gegen die jetzt geltende Regelung gebe. Weiterlesen

US-Wahlkampf in der heißen Phase

Noch knapp vier Wochen sind es bis zur Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten. Der Wahlkampf in den USA geht daher jetzt in die heiße Phase. Am vergangenen Sonntag fand das zweite TV-Duell zwischen den US-Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump statt. Mit Spannung schauten viele Beobachter darauf, wie sich sowohl Clinton, vor allem aber Trump nach dem Auftauchen des Skandalvideos schlagen würden.

 

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Etwa 15 Prozent der Wähler sind im Moment noch unentschlossen. Diese Wähler möchten sowohl Hillary Clinton, aber auch Donald Trump mit den insgesamt drei TV-Debatten erreichen. Aus dem Blick gerät dabei, dass mit Stand vom Montag schon gut 800 000 US-Wähler ihre Stimme abgegeben haben. Denn seit dem 23. September hat in einigen Bundesstaaten das sogenannte „Early Voting“ begonnen. Diese frühzeitige Stimmenabgabe ist in den vergangenen 20 Jahren in den Vereinigten Staaten immer wichtiger geworden.

Seit dem 23. September wurde den Wählern in den US-Bundesstaaten Minnesota, South Dakota und Idaho die Möglichkeit der Stimmenabgabe eröffnet. Einen Tag später kamen dann die Bundesstaaten Maryland, New Jersey und Maine dazu. Die Wahllokale werden dort schon für einige Stunden geöffnet. Auch können die Bürger ihre Stimme per Briefwahl abgeben. 36 von 50 Bundesstaaten erlauben inzwischen das „Early Voting“. Weiterlesen