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Religion

Kolpingwerk Deutschland möchte zurück zur Ausstellung von Beratungsscheinen in der Schwangerschaftsberatung

Auf seiner Bundesversammlung am vergangenen Wochenende in Köln, hat das Kolpingwerk Deutschland ein „Memorandum zum Lebensschutz“ beschlossen. Aus Sicht des katholischen Sozialverbandes, ist die Wahrung der Menschenwürde und der Schutz des Lebens vom ersten bis zum letzten Augenblick, eine der wichtigsten Aufgabe staatlichen Handelns.

 

Bundesversammlung Kolpingwerk

 

„Mit Besorgnis beobachtet das Kolpingwerk Deutschland dennoch ein schwindendes Bewusstsein für den Lebensschutz; das wirkt sich auch auf politische Entscheidungen und den uneingeschränkten Schutz des menschlichen Lebens aus.“, heißt es im Memorandum. Bundesvorsitzender, Thomas Dörflinger, verwies in seiner Begrüßung der etwa 350 Delegierten am vergangenen Freitag darauf, dass das Lebensrecht im Moment an vielen Stellen ausgehöhlt wird.  Als Beispiele verwies er auf den Umstand, dass in Deutschland schon heute Tausende künstlich befruchtete Embryonen eingefroren und, falls nicht mehr benötigt, „verworfen“ werden. Weiter verwies Dörflinger, der auch für die CDU im Bundestag sitzt, dass im Moment durch das Gesundheitswesen geprüft wird, ob ein einfacher Bluttest als Kassenleistung eingeführt wird. Für Dörflinger besteht der einzige Nutzen dieses sogenannten „PraenaTest“ darin, eine mögliche Behinderung des ungeborenen Kindes festzustellen, worauf in 90 Prozent der Fälle ein Schwangerschaftsabbruch erfolgt.

In seinem nun beschlossenen Memorandum, wendet sich das Kolpingwerk Deutschland gegen „jede Form organisierter und kommerzieller Selbsttötungsbeihilfe“. Das Memorandum begrüßt die Entscheidung des Deutschen Bundestages mit seinem „Gesetz zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung“ im November 2015 und sieht darin „ein starkes Zeichen für den Lebensschutz und für ein Sterben in Würde“. Allerdings sei in den Debatten und in entsprechenden Umfragen deutlich geworden, dass es durchaus starke Kräfte gegen die jetzt geltende Regelung gebe. Weiterlesen

Philosophische Anklänge an das Naturrecht

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Peter Steiner und Regina Steiner, für das Bundesministerium der Finanzen, bzw. Deutsche Post AG

 

Hannah Ahrendt gehört sicherlich zu den großen Außenseitern des 20. Jahrhunderts. Morgen jährt sich der Geburtstag der Denkerin und politischen Theoretikerin zum 110. Mal. Mögen ihre Schriften manchem Zeitgenossen sperrig und schwer verständlich erscheinen: Ihre Gedankenwelt ist heute ebenso aktuell wie zu Ahrendts Lebzeiten. Worüber sich die jüdische Philosophin, die sich zeitlebens dagegen wehrte, eine Philosophin zu sein, in ihren Werken Gedanken macht, das liest sich nicht so nebenbei. Um die Dimension des Denkens von Hannah Ahrendt einordnen zu können, muss man bereit sein, sich auf sie einzulassen. Vor allem muss man aber bereit sein, selber denken zu wollen. Das ist nicht immer populär und erfordert Anstrengungen. Der Einsatz lohnt sich allerdings.

Die Ursprünge politischer Gewalt, die Unbegreiflichkeit des Bösen, die Menschenrechte von politisch Verfolgten und Flüchtlingen, der Sinn der Arbeit – die Themenpalette ist nicht nur breit, sondern vor allem ein Dauerthema. Wer Hannah Ahrendts Schriften in die Hand nimmt, der darf nicht erwarten, hier Ideen zu finden, denen man bedingungslos folgen kann. Ahrendts Ideal war das beherzte Denken „ohne Geländer“ und ohne Vorurteile. Sie erwartet geradezu von ihren Lesern, dass diese sich aktiv mit der Welt auseinandersetzen, in der sie leben. Hannah Ahrendts Gedankenwelt folgen zu wollen, heißt immer auch um die Sache zu streiten. Wer lieber in einer Konsenssoße schwimmt, der muss sich geradezu durch Hannah Ahrendt provoziert fühlen. Weiterlesen

10 Jahre Islamkonferenz

Bilanz fällt eher dürftig aus

Zehn Jahre ist es her, als der damalig Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble die Deutsche Islam Konferenz (DIK) ins Leben gerufen hat. Ob ein islamischer Religionsunterricht, eine islamische Theologie an Deutschlands Hochschulen, eine islamische Wohlfahrtspflege oder die Debatte um eine Seelsorge – vieles hat sich in den letzten zehn Jahren bewegt. Trotzdem ist die Bilanz, die am Dienstag während des offiziellen Festakts in Berlin Kreuzberg gefeiert wurde, relativ dürftig ausgefallen.

 

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„Der Islam ist Teil Deutschlands und Teil Europas“, sagte Wolfgang Schäuble damals, als er die erste Sitzung der Deutschen Islamkonferenz (DIK) im Berliner Schloss Charlottenburg eröffnete. Viel hatte man sich damals vorgenommen. Staat und Muslime trafen sich 2006 das erste Mal in einem so institutionalisierten Rahmen. „Die Konferenz soll zu einer verbesserten religions- und gesellschaftspolitischen Integration der muslimischen Bevölkerung in Deutschland beitragen“, hieß es damals in einem Positionspapier des Ministeriums. Zwei bis drei Jahre hatte man in Schäubles Haus für den Prozess veranschlagt. Keiner ahnte, dass es zehn Jahre werden würden und auch heute noch kein Ende in Sicht ist.

 

„Wenn wir nicht eines Glaubens sind, sind wir doch eines Geistes“, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière anlässlich des Jubiläums. Die Diskussionen um den Islam, so der CDU-Politiker, seien in den vergangenen Jahren durchaus kontroverser geworden als noch vor zehn Jahren. Weiter erwartet de Maizière, dass sich die Islamkonferenz in Zukunft auch personell verändern wird. „Vor zehn Jahren hatten wir eine klare Mehrheit türkischstämmiger Muslime. Das wird jetzt durch die Flüchtlinge vielfältiger“, so der Bundesinnenminister. Kritik geht an diesem Tag unüberhörbar an die Islamverbände. De Maizière stellt fest, dass die Verbände nach wie vor „wichtige Partner“ in der Islamkonferenz sein werden. Keinen Hehl macht er aber daraus, dass er von den Verbänden „transparente Mitgliederstrukturen“ erwartet. Würden sich die Verbände hier nicht bewegen, dann wird es auch keine Anerkennung als Körperschaft geben. Diese aber ist ein erklärtes Ziel der moslemischen Verbände.

 

Dies hatten sich vor zehn Jahren mit der Islamkonferenz mehr Anerkennung und vor allem auch ein Stück Machtzuwachs erhofft. Vorangekommen sind sie damit außerhalb der Konferenz noch nicht. Der Seitenhieb von Thomas de Maizière machte deutlich, dass sich innerhalb des Islams in Deutschland etwas bewegen muss. Hier könnten die Islamverbände treibende Motoren sein. Viele Kritiker sehen aber gerade in diesen den größten Hemmschuh. Weiterlesen

Nach seiner Libanonreise: Erster Teil des Interviews mit Hamburger Erzbischof Heße

„Diese Menschen sind Zeugen für ihren Glauben“

Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße besuchte als Flüchtlingsbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) am vergangenen Wochenende den Libanon. Der Erzbischof informierte sich vor Ort, wie die Aufnahme der Flüchtlinge organisiert ist und welche Herausforderungen und Schwierigkeiten es gibt. In einem Interview mit Stefan Rochow für ZENIT spricht er über seine Reiseeindrücke, Erlebnisse vor Ort und über die Herausforderungen für Christen in Deutschland, im Zusammenhang mit der Aufnahme vieler Flüchtlinge.

 

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Dritter Jesus-Band von Papst Benedikt erhältlich

Verleger Manuel Herder überreicht Papst Benedikt XVI. den neuen Jesus-Band

Gestern wurde das neue Jesus-Buch von Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. in Rom der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Vor mehr als 200 Journalisten, Diplomaten und Vertretern der römischen Kurie präsentierte Geanfranco Kardinal Ravasi das Buch.

Mit dem dritten Band, das sich mit der Kindheit Jesu beschäftigt, schließt Papst Benedikt seine Jesus-Triologie ab.

Als Verleger der deutschen Ausgabe des Buches, überreichte gestern Manuel Herder vom Herder-Verlag dem Hl. Vater den aktuellen Band.

Seit heute ist das Buch im Handel erhältlich. Die Startauflage der deutschen Ausgabe liegt laut Verlagsangaben bei 100.000 Exemplaren.

Bestellt kann das Buch hier werden.