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Mike Pence

Portrait US-Vizepräsident Mike Pence

Ein „evangelikaler Katholik“

In den letzten Monaten steht Donald Trump im Fokus der Öffentlichkeit. Sein Vizepräsident Mike Pence tritt dabei in den Schatten. Dabei ist Pence der eigentliche starke Mann in der Administration Trump. Er zieht die Fäden in der neuen amerikanischen Regierung und könnte einer der mächtigsten Stellvertreter in der US-Geschichte werden.

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„Na, immerhin einer, der was von Politik versteht“. Das war die Reaktion vieler Republikaner, als Trump im Wahlkampf den damaligen Gouverneur des Bundesstaates Indiana als seinen „Running Mate“ präsentierte, also als Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten. Für Pence selber war seine Entscheidung, sich an die Seite Trumps zu stellen, ein Pokerspiel, dass er auch haushoch hätte verlieren können. Selbst Parteifreunde bei den Republikanern sprachen damals von einem Himmelfahrtskommando. Mike Pence verzichtete darauf sich als Gouverneur von Indiana um die anstehende Wiederwahl zu bewerben und setzte alles es auf eine Karte. Am Ende hat die Karte Trump gestochen und Pence hat das politische Pokerspiel gewonnen.

 

Der US-Vizepräsident verkörpert alle die Eigenschaften, die Donald Trump zu fehlen scheinen. Im Wahlkampf hielt er die Republikaner zusammen, von denen viele den populistischen Milliardär aus New York ablehnten. Er holte auch die Trump-Gegner bei den Republikanern wieder ins Boot, insbesondere die Tea-Party-Bewegung, die von Anfang an mit dem Präsidentschaftskandidaten Trump fremdelte. Sie sahen in Trump einen verkappten Linksliberalen und verweigerten ihm daher die Unterstützung. Bei den evangelikalen Christen machte Pence ebenfalls gut Wetter und überzeugte die für die Wahl wichtige Wählergruppe davon, dass die christliche „Bekehrung“ Trumps kein Politikschauspiel ist. Gerade der Umstand, dass Trump drei Mal verheiratet ist und bis in die 1990er-Jahre hinein ein Abtreibungsbefürworter gewesen ist, schürte das Misstrauen dieser Wählergruppe gegen den Unternehmer. Weiterlesen