„Viele dankten uns“


Die „Demo für alle“ tourte durch Deutschland, um auf übergriffige Sexualaufklärung für Kinder aufmerksam zu machen – Sprecherin Hedwig von Beverfoerde zieht im Interview Bilanz .

Frau von Beverfoerde, wie ist Ihr Resümee nach der Tour?

Was wir innerhalb von acht Tagen mit unserem Bus-Team von insgesamt 25 jungen Leuten in acht Städten erlebt haben, war überragend! Die Tour hat uns bestätigt, wie dringend nötig es ist, zum einen Eltern und Öffentlichkeit über die zunehmend übergriffige Sexualerziehung in KiTas und Schulen aufzuklären und zum anderen unerschrocken öffentlich für die Meinungs- und Redefreiheit einzutreten.

Wie erlebten Sie die Reaktionen der Menschen?

Unser knall-orangefarbene Bus mit dem Slogan „Stoppt übergriffigen Sex-Unterricht – schützt unsere Kinder!“ hat überall Aufsehen erregt: vorm Kölner Dom, auf dem Potsdamer Platz in Berlin, am Zwinger in Dresden, am Stachus in München, am Dom in Regensburg, mitten in Wiesbaden und in Stuttgart. Nachdem wir jeweils über Lautsprecher den Umstehenden unser Anliegen kurz erklärt und die Grundzüge der „Sexualpädagogik der Vielfalt“ mit ihren pädophilen Wurzeln erläutert hatten, kamen viele Interessierte näher und ins Gespräch mit uns. Darunter waren auch einige, die zunächst als Gegner unserer Aktion zum Protest gekommen waren, sich dann aber ein eigenes Bild machen wollten und unsere jungen Busteam-Mitglieder und mich mit Fragen löcherten. Dabei entspannen sich viele heiße Diskussionen und intensive persönliche Gespräche, die unsere Jugendlichen als besondere Belohnung für ihr engagiertes Argumentieren empfanden. Mich hat sehr bewegt, dass bei ausnahmslos jedem Busstopp Mütter und Väter von Kindergarten- und Schulkindern zu uns kamen und uns innig dankten für unseren Einsatz, teils mit Tränen in den Augen. Auch Großeltern kamen, dankten für unseren Mut und baten uns, weiterzumachen.

Es gab immer wieder auch Gegendemonstrationen. Wie bewerten Sie, dass in manchen Städten teilweise stark gegen Ihr Anliegen mobilisiert wurde?

Wir hatten in sieben Städten große Gegendemonstrationen, darunter Antifa, K-Gruppen, LSBT-Gruppen, Gewerkschaften und rot-grünen Parteien bis hin zur FDP. Aber bei keiner einzigen Gegendemo ging es inhaltlich um unser Thema – die übergriffige Sexualerziehung in KiTas und Schulen! Vielmehr wurde unsere Bus-Aktion überall als Vorwand und Folie benutzt um gegen „Nazis“, „Rechts“, „Homohass“ und „Rassismus“ anzubrüllen, zu pfeifen und zu pöbeln. Besonders krass war die Situation in Stuttgart, wo schon in der ankündigenden Pressemitteilung der Gegendemo die absurdesten Verleumdungen gegen uns verbreitet worden waren. Dort hatte sich die größte „Gegen-Rechts-Demo“ seit 2015 mit über 1 000 Teilnehmern zusammengerottet gegen unseren Bus mit 14 jungen Menschen an Bord, die sich für Ehe und Familie einsetzen. Entsprechend wurde unser Bus von sechs Mannschaftswagen der Bereitschaftspolizei und vorausfahrendem Motorrad in die Innenstadt eskortiert. Dort waren über 1 000 Polizisten in voller Körperschutzausstattung im Einsatz, die die gewaltbereiten Gruppen der Gegendemo von uns und unseren anwesenden Unterstützern fernhielten. Eine groteske Situation! Das hat uns allerdings nicht geschreckt, sondern im Gegenteil befeuert, in Stuttgart, dem Geburtsort der „Demo für Alle“, umso stärkere Reden zum Schutz der Kinder und für die Meinungsfreiheit zu halten.

In Regensburg solidarisierte sich Fürstin Gloria von Thurn und Taxis auch öffentlich mit Ihrem Anliegen. Für Sie ein wichtiges Signal?

Es hat mich wirklich sehr gefreut, dass Fürstin Gloria sich spontan bei unserer ersten Kundgebung einfand und sich prominent hinter uns und unser Anliegen stellte, Kinder in Schulen und KiTas vor einer verfrühten und schamverletzenden Aufklärung zu schützen. Ich schätze sie als unerschrockene Frau, die für das eintritt, was ihr wichtig ist. Ebenso gefreut hat mich, dass Karin Maria Fenbert, die ehemalige Geschäftsführerin von Kirche in Not, in Regensburg dabei war und eine engagierte Rede gehalten hat. Das war Frauen-Power pur und ein kraftvoller Auftakt.

 

Dieses Interview ist zum ersten Mal am 20.09.2018 in der TAGESPOST erschienen.

 

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